Zeltlagerbericht: Orientalische Klänge, bunte Gewänder und lachende Kindergesichter

Eine Geschichte aus 1001 Nacht vom Zeltlager der evangelisch-methodistischen Kirche Mössingen

Mössingen/Laichingen. Wie in den vergangenen Jahren lud die evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Mössingen auch dieses Jahr zum Zeltlager (29.07.- 04.08.2017) nach Laichingen auf der Alb ein. Unter dem Motto „Orient – Auf dem fliegenden Teppich durch das Land der Wunderlampe“ empfing Sultan Gerry, seine bezaubernde Tochter Sultanine Bambo und sein Gefolge 74 Zeltlagerkinder im Alter zwischen 8-13 Jahren. Untergebracht in 4er bis 12er Zelten stand den Kindern eine Woche geschäftiges Markttreiben, orientalische Klänge und Kleider, sowie das ein oder andere Abenteuer im Wüstenstaat bevor. Und hier beginnt nun unsere Geschichte:

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In einem weit entfernten Land, in welchem Sand und Sonne das tägliche Leben bestimmte, regierte einst ein weiser und gütiger Herrscher. Und so trug sich zu, dass eine Gruppe von 74 Abenteurern das Reich von Sultan Gerry am Mittag des 29. Juli erreichte. Nachdem allen Gästen eine gemütliche Unterkunft zugewiesen worden war, begann das geschäftige Treiben im Wüstensstaat. Jede Zeltgruppe begann fleißig ihre Unterkunft zu verzieren und zu schmücken. Denn Sultan Gerry hatte folgendes verlauten lassen: „In 5 Tagen feiere ich meinen Geburtstag mit einem pompösen Fest. Hierzu lade ich euch alle ein, unter der Bedingung, dass alles festlich geschmückt ist.“. Im Trubel des abendlichen Basars wurden die ersten Teppiche, Luftballons und Lampions erspielen und ersteigert – die Vorbereitungen hatten begonnen! Das festliche Schmücken zog sich über die komplette Woche, auf dem täglichen Markt konnten stets neue Waren erworben werden. Das dafür nötige (Spiel-)Geld konnte durch ‚Witze erzählen‘ oder andere Aufgaben bei den Betreuern erworben werden.
Mit dieser Aufgabe im Gepäck begann für die Kinder eine ereignisreiche Zeit. So verschluckte das Kamel des Sultans aus unerfindlichen Gründen eine Wunderlampe, die unter widrigen Umständen von Abu Iben Mauldasch und Halif Omar, den Beratern des Sultans, geborgen werden konnte. Da sich der Lampengeist weigerte aus seiner Flasche zu kommen, machten sich am nächsten Tag alle auf, um den Lampenexperten Mister Lampe-Licht aufzusuchen. Diese Reise in den Kletterpark Laichingen brauchte alle an ihre Grenzen, jeder meisterten diese Aufgabe allerdings mit Bravour. Kaputt von der Reise lud Sultan Gerry am nächsten Tag in die Wasser- und Wellness-Oase seines Reiches ein um sich zu Waschen und zu entspannen. Doch plötzlich stand die große Feier auf Messers Schneide! Denn (Hatschi) Halef Omar, der Organisator, hatte sich am Badetag erkältet. Durch intensive Pflege und ein ausgiebiges Kräuterbad konnte dieser, dank der Kinder, schnell wieder geheilt werden. Der große Festtag konnte beginnen! Die Sultanträger (große Jungs-Zelt) gewannen den Preis für das schönste Zelt und wurden mit Pommes zum Mittag reichlich belohnt. Nachmittags lud der Sultan alle auf sein Straßenfest mit Zuckerwatte, Dosenwerfen, einer Hüpfburg ein. Die Kinder präsentierten einstudierte Auftritte als Geburtstagsgeschenk für den Sultan – es hätte kaum besser sein können… Doch alle hatten die Rechnung ohne den bösen Stiefbruder Natlus Yrreg gemacht! Nach seiner Enttarnung und großem Kampf übernahm dieser nämlich kurzerhand die Herrschaft über das Land. Das Fest wurde abgeblasen und alle Kinder wurden um halb 8 ins Bett geschickt! „Eine Katastrophe, das kann doch nicht sein!“, fragt ihr euch? Glücklicherweise ist dies nicht das Ende der Geschichte… Denn durch einen gut geplanten Aufstand der Kinder erlangte Sultan Gerry wieder die Herrschaft zurück. Dieser Triumpf, sowie der Geburtstag wurde abschließend in einer großen Feuershow mit Feuerwerk und einem Festmahl mit Party gebührend gefeiert. Nach dieser ereignisreichen Nacht verabschiedeten sich die Kinder am Folgetag vom Wüstenland und reisten in Ihre Heimat zurück – mit einer unglaublichen Geschichte im Gepäck.

Neben diesem Abenteuer wurden dieses Jahr die biblischen Themen in Form von Workshops mit den Kindern erarbeitet. Es wurden Themen wie „eigene Talente haben und erkennen“, „eine Oase im Leben“ oder „Vertrauen in sich selbst und andere“ aufgegriffen. und darüber gesprochen. Abschließend bedankt sich das komplette Zeltlagerteam bei den Helfern im Hintergrund, für die vielen Kuchenspenden und Verpflegung, sowie bei den Eltern für ihr Vertrauen. Wir hoffen auf ebenso zahlreiche Unterstützung und Zuspruch für das kommende Jahr (28.07. – 03.082018).