Gemeinde Mössingen

Im Gottesdienst am Sonntagmorgen haben wir unseren Mittelpunkt.

Gemeinschaft bedeutet uns viel. Wir suchen die Begegnung, lernen uns kennen und wollen füreinander da sein.

Wir achten darauf, dass alle Generationen sich bei uns wohl fühlen. Ein vielfältiges Gruppenangebot für Kinder und Jugendliche hat bei uns Tradition.

Methodisten machen Musik. Der Gemeindechor singt fast jeden Sonntag. Es gibt den Posaunenchor mit Jungbläsergruppe. Orgel und Flötenmusik erklingen. Der Chor Salz & Licht gestaltet Gottesdienste und Konzertabende. Neben den altbewährten Kirchenliedern singen wir Lobpreislieder mit moderner Begleitung.

Wer´s lieber praktisch mag, ist bei uns genau richtig. Kochteams und Putzdienst, Blumenschmuck und Gartenarbeiten: wir setzen ganz auf´s Ehrenamt.

Wir sind eine Gemeinschaft von Glaubenden und Suchenden. Wir lassen Gott an uns arbeiten. Dazu gehört das gemeinsame Bibellesen und Beten und der Austausch im Gespräch.

Wir sind unterwegs und freuen uns über alle, die mitgehen!

Sind Sie neugierig geworden?
Dann schauen Sie doch einfach mal unverbindlich vorbei.
Wir würden uns über Ihren Besuch sehr freuen!

Geschichte

Lange Zeit vor der Gründung des Gemeindebezirks Mössingen hat die damalige Evangelische Gemeinschaft begonnen, in den Gemeinden des Steinlachtales Versammlungen zu halten, in Mössingen 1891 im Haus von Thabita und Elias Zieker in der Waibachstraße 1, in Ofterdingen 1892 im Haus von Seifensieder Luz.

Alte Christuskirche

Die Prediger der Evangelischen Gemeinschaft kamen auf Bitten von geistlich erweckten Menschen aus den einzelnen Ortschaften, die in missionarischem Eifer um ihre Mitmenschen besorgt waren und wünschten, daß viele erfaßt werden mögen vom Ruf zur Veränderung des Lebens durch Buße und von der Gewißheit, daß ihnen in Christus das Heil geschenkt ist.

In Mössingen waren die Versammlungen seit Frühjahr 1893 durch Gründung einer eigenen Gemeinde stabil organisiert.

Als im Jahr 1899 der Gemeindebezirk Mössingen unter der Bezeichnung ‚Steinlachtalmission‘ gegründet wurde, gehörten auch Belsen, Ofterdingen und Talheim bereits als Predigtplätze neben Bodelshausen und Dusslingen zum Bezirk. Die Versammlungen in Mössingen fanden jetzt im Haus des Buchdruckers R. Maier auf der Lehr, im sogenannten ‚Wolkenkratzer‘ statt, bis 1911 das eigene Gebäude in der Bädergasse gebaut werden konnte.

Die Verkündigung des Evangeliums in den Gottesdiensten mit dem Ruf zu einem bewußten Leben in der Nachfolge Jesu und die Weiterführung der Gemeinden in den beliebten Bibel- und Gebetsstunden waren das Anliegen der Evangelischen Gemeinschaft. Dazu gehörte von Anfang an aber auch eine breit angelegte Jugendarbeit in Sonntagsschulen (in Belsen erst ab 1922) und in sogenannten Jungfrauen-, Jünglings- und Männervereinen. In Mössingen wurde 1923 die Arbeit um eine Knabenjungschar erweitert. Die Frauen waren in besonderen Frauenmissionsvereinen tätig und halfen mit dem Erlös der Erzeugnisse fleißiger handwerklicher Arbeit zur Mitfinanzierung von Missionsprojekten.

Die meist sehr großen Sonntagsschulen umfaßten nicht selten bis zu 100 und mehr Kinder. Auf dem Bezirk wurden schon in den Anfängen etwa 350 Kinder betreut, wobei für etwa 10 Kinder 1 Sonntagsschulhelfer zur Verfügung stand.

Diese blühende Kinderarbeit war an manchen Orten von den Geistlichen der Landeskirche nicht gern gesehen. Mißgunst gab es auch bei einem Teil der Lehrerschaft in den Schulen und bei Mitschülern. Die betroffenen Kinder mußten viel Unangenehmes ertragen. Es gab Spott, Drohungen und sogar Schläge. Überall da, wo die Landeskirche in der Folgezeit eigene Sonntagsschulen gründete, dezimierten sich die Besucherzahlen in unseren Sonntagsschulen.

Grundlage der Arbeit in den Jugendvereinen waren altersgemäße Bibelbetrachtungen und gemeinsames Gebet. Jugendtage zur gegenseitigen Kontaktpflege mit Vereinen anderer Bezirke, Wandern und Spiele fehlten auch nicht.

Methodistische Tradition war immer auch eine musikalische Tradition. Die Jungfrauenvereine hielten regelmäßige Singstunden. Sie dienten mit ihren Liedern den Alten und Kranken, aber auch in den Gottesdiensten der Gemeinden. Der in Mössingen seit 1907 bestehende Jungfrauen-Gesangverein wurde 1913 in einen gemischten Chor umgewandelt.

Nach den ersten 25 Jahren Bezirksarbeit im Mössinger Raum trugen neben den gemischten Chören in Mössingen und Belsen ein Gitarrenchor und ein Streichchor in Mössingen zur Gestaltung der kirchlichen Veranstaltungen bei.

In Belsen war seit 1919 eine Gemeindeschwester unseres Diakoniewerks Bethesda angestellt. Sie übernahm den Dienst der Krankenschwester für den Ort Belsen. Von unserer Kirche wurde 1927 ein Krankenpflegeverein organisiert. 1929 baute man für die Gemeindeschwester eine Wohnung auf die 1920 in Belsen errichtete Kapelle.

Trotz Anfeindungen, die anfänglich überall anzutreffen waren, bemühte sich die Evangelische Gemeinschaft immer um ein gutes Verhältnis zu anderen Kirchen. Ein sichtbares Ergebnis dieser Bemühungen war die 1932 mit dem Evangelischen Kirchengemeinderat getroffene Vereinbarung über das Grabgeläute für Glieder der Evangelischen Gemeinschaft bei Beerdigungen auf dem Mössinger Friedhof.

Der 1. und 2. Weltkrieg brachte unserer kirchlichen Arbeit starke Einbrüche. Viele Gruppen mußten wegen Mitarbeitermangels ihre Arbeit einschränken oder einstellen. Die Zurückgebliebenen, meist Frauen und ältere Männer, versahen die Dienste so gut wie möglich. In der Zeit des 2. Weltkrieges war die Arbeit durch den staatlichen Druck erschwert. Leider wurden auch durch das Eindringen des NS-Geistes in unsere Reihen Lücken gerissen.

Um so gründlicher war die Neubelebung nach Ende des Krieges. Geistlich hungernde Menschen wurden in der Zeit nach dem Zusammenbruch von 1945 in Evangelisationen aufgerichtet und gestärkt durch vollmächtige Wortverkündigung der Prediger Skobe, Schanz, Sauer, Schwester Maria Wisuch und des Gemeindepredigers Michael Kratt. Über 100 Menschen bekehrten sich in den Wintermonaten des Jahres 1945 zu Gott. Deutschland holte nach, was es in den Jahren des Krieges versäumte. Trotz Flüchtlingselend und wirtschaftlichen Entbehrungen waren es gesegnete Zeiten neu entstehenden und wachsenden geistlichen Lebens, das besonders die Jugendlichen erfaßte.

Im Jahr 1948 trat Willi Wagner aus Mössingen ins Predigtamt ein. Er war der vierte Prediger aus Mössingen nach Willi Laur (1924), Karl Lang (1925) und Karl König (1927).

Am 1. Advent im Jahr 1948 konnte in Ofterdingen ein schöner Gemeindesaal eingeweiht werden im ehemaligen Haus von Korona Gäbele, die schon vorher unsere Versammlungen in ihr Haus aufgenommen hatte und uns dieses verkaufte, nachdem sie in unser Altenheim in Honau übergesiedelt war.

Auf Initiative von Prediger W. Kurtz erhielt die Kirche in Mössingen nach gründlicher Renovierung 1949 den Namen ‚Christuskirche‘. Er betrieb es auch, daß die jungen Männer in Mössingen 1955 einen Posaunenchor gründeten. Predigergehilfe auf dem Bezirk war damals Werner Schrade, später Kirchenmusikdirektor und Professor an der Musikhochschule in Esslingen. Seine Tätigkeit wirkte sehr befruchtend auf die musikalische Arbeit. So wurden in jener Zeit für Mössingen eine kleine Orgel erworben, ein Flötenchor gegründet und vielfältige Impulse gingen in die Arbeit der Chöre.

In die Amtszeit von Prediger Kurtz fällt auch der Erwerb eines alten Hauses ‚auf der Kappel‘ in Talheim; ein Grundstück in Mössingen im Bereich ‚Hegwiesen‘ wurde gepachtet.

Durch den Erwerb der ‚Kappel‘ konnten die seit 1927 im Haus der Geschwister Jäger abgehaltenen Versammlungen nun in eigene Räume verlegt und die Gemeindearbeit in der Folgezeit durch die Gründung einer Sonntagsschule ausgeweitet werden. 1964 wurde das nicht mehr renovierungsfähige Haus abgebrochen und ein Jahr später das an seiner Stelle neu erbaute Kirchlein eingeweiht.

Das Grundstück in Hegwiesen richtete man als Spielplatz für die Gemeindejugend her. Es konnte 10 Jahre später käuflich erworben werden und diente viele Jahre lang den vielfältigen Aktivitäten der Jungscharen, Sonntagsschulen, Jugend- und Teeniekreise. Auch die jährlichen Zeltlager für Schulkinder, die schon seit über 20 Jahren im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Mössingen angeboten werden, gehören zur Geschichte des Spielplatzes in Hegwiesen.

Es war ein Traum von Prediger Kurtz, in den großen Garten in Mössingen eine Kirche zu bauen und einen Zugang über die Steinlach zu schaffen. Was damals niemand für realistisch hielt, konnte während der Amtszeit seiner Nachfolger, der Pastoren Geißler und Schert, verwirklicht werden. 1990 baute die Stadt Mössingen die Brücke über die Steinlach, um mit Zustimmung der Evangelisch-methodistischen Kirche über deren Grundstück eine Fußgängerverbindung innerhalb des alten Ortskerns herzustellen. 1996 wurde als Anbau an das bestehende Gebäude eine neu erstellte Kirche eingeweiht; der Name ‚Christuskirche‘ wurde beibehalten.

Durch den Bau der Ortsumgehung (Nordring) muss dan „Plätzle“ auf den Hegwiesen im Jahr 2006 aufgegeben werden. Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Suche nach Alternativen. Das Zeltlager findet seither auf einer Pferdekoppel der Familie Maute auf dem Hofgut Küche in Hermannsdorf statt.

Durch die Vereinigung der Evangelischen Gemeinschaft mit der Methodistenkirche im Jahr 1968 zur Evangelisch-methodistischen Kirche war der Weg von der kleineren zur größeren Einheit vorgegeben. Der nach den beiden Kriegen einsetzende wirtschaftliche Aufschwung brachte eine zunehmende Motorisierung und damit eine größere Mobilität mit sich. Mit der Zeit ergab sich eine Konzentration der kirchlichen Arbeit in den Hauptgemeinden. Nachdem sich die wenigen Glieder der Gemeinde Belsen schon im April 1986 der Gemeinde Mössingen angeschlossen hatten, wurde 1994 auch die Arbeit in Ofterdingen beendet und die dortigen Glieder wurden in Mössingen aufgenommen. In Talheim werden in den Sommermonaten noch Gottesdienste gehalten, im übrigen sind die Talheimer Geschwister ebenfalls in die Arbeit in Mössingen integriert.

Die kirchliche Arbeit in der Gemeinde Mössingen geschieht zur Zeit im sonntäglichen Gottesdienst und der Bibel- und Gebetsstunde, die wöchentlich stattfinden. Weitere Arbeitszweige mit regelmäßigen wöchentlichen Veranstaltungen sind Mädchenjungschar, Knabenjungschar und Teeniekreis, ein Flötenchor, ein Posaunenchor und zwei Singchöre. Der Frauenkreis trifft sich etwa zweimal im Monat, der Männerkreis in größeren Abständen. Ein Jugendkreis für den ganzen Gemeindebezirk kommt in Dusslingen zusammen. Daneben gibt es noch einige Hauskreise mit lockerer Anbindung an die Gemeinde.

Es ist das Anliegen der Gemeinde Mössingen, durch die Verkündigung des Wortes Gottes, durch Vorträge zu zeitgebundenen Themen und durch die Mitarbeit bei gemeinsamen Veranstaltungen der Kirchen in die gesamte Stadt Mössingen und deren Umfeld hineinzuwirken und so ihren Beitrag zur Verwirklichung des Sendungsauftrags Jesu Christi zu leisten.