Hinsehen – Bei kleinen Wanderungen oder im Alltag erfreue ich mich an kleinen und großen Wundern. Ich sehe das Aufblühen der ersten Märzenbecher in meinem Garten, den Abendhimmel in warmen Farben. Ein erwidertes Lächeln bei einer Begegnung, ein spielendes , unbeschwertes Kind und das Plätschern eines Baches. Oder ich sehe besorgniserregende Begebenheiten, die Umwelt, die leidet, Naturkatastrophen, Kummer, Krankheiten, Konflikte, Unruhen und Ungerechtigkeit. Beides so nah beieinander, immer wieder werde ich hin und hergerissen.

Ansehen – In allem Schönen und Bitteren sieht mich einer an: Jesus. In Matth. 28,20b sagt er: Und seht doch ich bin bei euch, jeden Tag bis an der Welt Ende. Er sieht meine Freude, er sieht meinen Kummer, ja er hat die ganze Welt im Blick. All die guten und schlechten Nachrichten. Jeden Tag ist er dabei, das ist ein sehr gutes Gefühl. Das gibt mir Hoffnung, Sicherheit, Zuversicht, Geborgenheit und Mut.

Aufblicken – Jesus, mein Blickpunkt. In Matth. 28,20a steht: Und lehret sie alles tun was ich euch geboten habe. Die Liebe Jesu, die mich sieht, von der ich gesehen werde, gibt mir Mut, seine Botschaft weiterzugeben, als Freudenbote und Hoffnungslicht. Ich habe einen Auftrag!

Ein Text von Martin Luther hat mich sehr berührt: Glaube und Liebe ist das Wesen eines christlichen Menschen. Der Glaube empfängt, die Liebe gibt. Der Glaube bringt den Menschen zu Gott, die Liebe bringt ihn zu den Menschen. Durch den Glauben lässt er sich wohltun von Gott, durch die Liebe tut er wohl den Menschen.

Ruth Steinhilber

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