Das neue Jahr hat begonnen – ganz anders als ich es vor einem Jahr erwartet habe. Da dachte ich noch Familientreffen, Feste feiern, Kultur genießen, das alles ist Ende 2021 wieder einfacher möglich. Und wie geht es dir, wenn du zurückschaust? Was kommt dir spontan in den Sinn? Geht es dir auch so, dass dir zuerst Negatives einfällt? Ich denke da an Hochzeiten, die ganz anders als ursprünglich geplant gefeiert wurden. Konzerte, die schon wieder verschoben wurden. Abgesagte Weihnachtsmärkte. Verschobene Urlaube. Große Familienfeiern, die nicht stattfinden konnten. Abstand halten, möglichst wenig Kontakte, Maske tragen… Soll das auch 2022 und darüber hinaus immer so weitergehen? Gott, ist das so? Funktioniert das Leben in Zukunft nur mit Distanz? Bestimmen Kontaktbeschränkungen und Einsamkeit unser weiteres Leben? Gott, ist das so? Ich lade dich ein, einen anderen Rückblick auf das Jahr 2021 zu wagen. Welches waren deine schönen Momente im vergangenen Jahr? Was fällt dir ganz spontan ein? Ich erinnere mich an einen schönen Waldspaziergang – eine kleine Kinderhand in meiner Hand und wir sammeln „Schätze“ (Zapfen, Steine, Äste). Stolz werden diese Zuhause zur restlichen Adventsdekoration auf dem Schlitten vor der Haustüre dazu gelegt. Und da ist der unvergessliche Backnachmittag mit Friedhelms Enkeln. Die strahlenden Augen als die verzierten „Bredle“ aus dem Backofen kommen. Das genussvolle Naschen des Teiges. Oder noch weiter zurück: zwei herrliche, gemeinsam verbrachte Tage an den Münchner Seen mit meiner Tochter. Ich stelle fest mir fällt immer noch mehr ein. Wie geht es dir beim Rückblick? Findest du auch in deinem Jahr 2021 diese schönen Momente? Mich stimmen diese Zeichen trotz allem hoffnungsfroh. Das Lachen eines Kindes; eine kleine Kerze, die den dunklen Raum erhellt; ein unerwarteter Anruf einer Freundin/eines Freundes… und das schönste Hoffnungszeichen hat uns Gott selbst geschenkt: den Regenbogen.

„Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.“  1. Mose 9,13

Ja, Gott ist mit uns in diesem Jahr 2022! Er hat uns zugesichert, uns nie mehr alleine zu lassen. Er hat uns nicht ein Leben ohne Schwierigkeiten und ohne Leid versprochen. Aber dass er jeden einzelnen Tag mit uns geht, uns durch Schwierigkeiten und Leid begleitet und uns hindurch hilft, das hat er dir und mir zugesichert. Dafür steht für mich der Regenbogen.

Und so gehe ich hoffnungsfroh und voll Vertrauen in dieses neue Jahr und bin gespannt, was es für mich bereit hält.

Gedanken von Edda Buck-Labitzke

Kategorien: Andachten