Ich laufe gerne durch eine bunte Blumenwiese und bestaune die vielen Blumen. Was für eine Vielfalt!

Auch im Garten beobachte ich, wie das Gemüse und das Obst heranreifen. Da staune ich, wie es trotz selbstverschuldeter Klimaveränderung blüht, und wir ernten und genießen dürfen. Dies ist mir oft ein Sinnbild für mein eigenes Leben. Ich möchte, dass auch mein Leben zur Blüte und Reife kommt. In Gal. 5 werden uns die guten Früchte beschrieben: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Keuschheit. Ich wünsche mir, dass solche Eigenschaften / Früchte in meinem Leben wachsen und reifen können. Ich kann sie selbst nicht produzieren.

Was fördert so ein Wachstum? Zuerst ist ein verankert sein in Jesus als meine Lebensquelle das Wichtigste. Ganz nah bei Jesus bleiben und täglich Schritt für Schritt aus der vertraulichen Liebesbeziehung zu Jesus und seinem Wort leben (Joh. 15,4-5, Ps. 1). Dann führt er mich auch in Situationen, Herausforderungen und Beziehungen, die ich freiwillig nicht unbedingt suchen würde. Jesus lässt mich an ihnen wachsen und reifen. Er möchte meinen „Herzensackerboden“ bearbeiten und setzt mich Regen, Sonne und Temperaturschwankungen aus. Wenn ich es zulasse, dass ER Unkraut entfernen und, wo es nötig ist, auch zu- und ausschneiden darf, können Früchte heranreifen. Dies ist meist kein angenehmer Prozess, aber ER ist der Gärtnermeister und hat den Überblick. Dabei entdecke ich immer mehr, wie geduldig, liebevoll und barmherzig er mit mir umgeht.

Vielleicht bekommen wir so einen anderen Blick für Situationen, Umstände und Beziehungen!

Ich wünsche mir / uns eine Sehnsucht nach diesen guten Früchten

Gisela Köhnlein

Kategorien: Andachten